Zyklus der Zeit

Der Zyklus der Zeit gebiert sich das Ende und den Anfang. Und mit dem Ende und dem Anfang gebiert er die Hoffnung. 
Hoffnung ist das tiefe Wissen, dass es einen Sinn geben muss, dem zu folgen als grosses Raetsel des Seins die Goetter dem Beseelten hinterlassen haben. 
Doch der Sinn scheidet die Geister. 
Und so stehen in staendigem Widerstreit die Kraefte der Finsternis und des Lichtes, um den tiefen Sinn des Seins. Und beiden zu eigen ist die Hoffnung. 
Denn Hoffnung ist das tiefe Wissen, dass es einen Sinn geben muss, dem zu folgen als grosses Raetsel des Seins die Goetter dem Beseelten hinterlassen haben. 

Im Anbeginn aber war der Baum, und der Baum ist die Kraft. Und die Kraft ist das allumfassende Sein und Nichtsein. Und der Baum ist in allem. Und alles ist der Baum. 
Der Baum ist nicht Anfang und nicht Ende und doch beides, er ist nicht Licht und nicht Finsternis, und doch in beidem zu finden. Denn der Baum ist die Kraft.
Und die Kraft gebar den Zyklus der Zeit, und dieser gebiert sich das Ende und den Anfang. 
Wo der Baum aber Alles ist, so ist das, was nach dem Baum ist Nicht-Alles und wird zu Allem, wenn es eins mit dem Baum ist. Und wo Nicht-Alles ist, da ist es unvollendet und sucht nach der Vollkommenheit. 
Und so gebar sich das Unvollkommene das Streben. 
Das Streben aber ist das tiefe Wissen, dass es eine Vielheit im Einen geben muss und ein Eines in der Vielheit. Dass es Licht in der Finsternis geben muss und eine Finsternis im Licht, und es ist die Suche nach dem Anderen. Das Andere aber ist das Gegensaetzliche und das Nicht-Selbst. Und wird es Selbst, so ist es kein Anderes mehr und die Vollkommenheit wurde gefunden. Ist aber die Vollkommenheit gefunden, so ist das Unvollkommene eins mit Allem und Alles ist die Kraft und die Kraft ist der Baum. 
Und so ist es wieder eins mit dem Baum. 

Wo Licht ist, heisst es, darf nicht Finsternis sein, doch ist nicht Licht ohne Finsternis, aber Licht in der Finsternis. So war es immer. Wo Finsternis ist, heisst es, kann nicht Licht sein, doch ist nicht Finsternis ohne Licht aber Finsternis im Licht. So war es immer.
Jetzt aber will Licht ohne  Finsternis sein, und Finsternis will ohne Licht sein. Doch ohne das Andere sein, ist Nicht Sein. Und das ist nicht vollkommen So wird also das Licht zur Finsternis streben, und die Finsternis zum Licht, denn das Ziel des Seins ist die Vollkommenheit. Doch die Finsternis hat dies vergessen. Und wo das Licht es vergisst, gelangt es zu Finsternis. Und so heisst es, dass ein Kampf sein wird, zwischen Finsternis und Licht, und dass eine Zeit kommen wird, wo das Licht die Finsternis beherrschen wird. 
Aber es kann nicht Licht ohne Finsternis sein, ausser da wo Eines Vieles und Alles Nichts ist. Und da ist die Vollkommenheit. So wird die Finsternis sich erheben und kaempfen gegen das Licht. Und die Finsternis wird das Licht niederwerfen, doch das ist nicht das Ende. Denn das Ende ist der Anfang. Und wie die Finsternis das Licht niederwirft, so wird sie versuchen, es auszuloeschen. Doch es kann nicht Finsternis ohne Licht sein, ausser da, wo Eines Vieles ist und Alles Nichts. Und da ist die Vollkommenheit. So wird die Finsternis, wenn sie das Licht ausloescht, das Licht erschaffen, und wird selber zu Licht werden. Und das Licht ist neu geboren aus der Finsternis, und die Finsternis wird nicht mehr Finsternis sein. Und das Licht, das aus der Finsternis kommt, wird das Licht der Finsternis sein. Und die Finsternis, die das Licht gebar, wird die Finsternis im Licht sein. Und so ist Eines Alles und Alles ist Eines und dies ist die Vollkommenheit. Denn erst, wenn das Licht die Finsternis durchschritten hat und die Finsternis zu Licht geworden ist, ist der Anfang im Ende und das Ende der Anfang. Dann ist das Sein im Nicht-Sein und das Unvollkommene geht auf in der Vollkommenheit. 

Doch ist keine Vollkommenheit ohne das Streben und ist Vollkommenheit im Streben durch die Hoffnung. 
Die Hoffnung aber ist das tiefe Wissen, dass es einen Sinn geben muss, dem zu folgen als grosses Raetsel des Seins die Goetter dem Beseelten hinterlassen haben. 
Und der Sinn ist das Ende. 
Das Ende aber ist der Anbeginn. 
Und der Anbeginn ist der Baum. 

Lied des Seins.

Du befindest dich auf den Seiten der LARP-Kampagne Mittellande.
Hier unten kannst du schnell wählen zwischen:
Startseite •  Start ohne Frames •  Was ist ...? •  Länder •  Karte •  Bibliothek
Services •  Intern •  Interaktiv •  sonstiges •  Kontakt •  Suche
Autor dieser Seite: Corinna Kaufmann
Diese Seite wurde geändert am 11.05.2001.