Lokus
Der Glaube
Wie man unschwer am Namen des Gottes erkennen kennt, dreht sich beim Lokus-Kult
alles um die Exkremente. Lokus ist ein niederer Gott, dessen Aufgabenbereich
Fäkalien und Urin umfasst. Allgemein wird angenommen, daß Lokus
ein Sohn der Erdmutter ist.
In Kürze gefaßt achten die Anhänger des Gottes darauf,
daß Scheiße und Urin nicht verschwendet wird. Es ist nicht
erlaubt, diese einfach zu vernichten; denn dieses hieße, daß
dem Gott etwas vorenthalten wird. Man darf beides u.a. für Düngung
und für Wärmegewinnung (Scheiße brennt gut) verwenden.
Ein Zehntel der Scheiße eines Gläubigen wandert ebenso wie ein
Zehntel des Geldes in die Tempelkassen. Dieses Zehnt wird für rituelle
Opferungen gebraucht.
Es ist bei hoher Strafe verboten, etwas durch den Hals zu verlieren
(= Kotzen), denn dies wäre ein Frevel gegenüber Lokus; unten
muß es heraus.
Die Glaubensrichtungen
Innerhalb des Kultes gibt es drei Glaubensrichtungen: Snavs, Jurin und
Stank.
Dabei ist Snavs die bei weitem größte Untergruppierung,
dazu auch die rabiateste. Die tapfersten Streiter des Kults gehören
zu Snavs. Leider ist diese Richtung sehr konservativ; Axiome bestimmen
beinahe alles.
Die größte Lehre bei Jurin hingegen ist "Sei wie Urin!" Es
wird also häufig der Weg des geringsten Widerstandes gewählt.
Da diese Art der Lehre es ermöglicht, vernünftige Verhandlung
mit Ungläubigen zu führen, gehören die meisten Äbte
zur Jurin-Gruppierung.
Stank ist die jüngste Splittergruppe, die sich wohl aus Jurin gebildet
hat. Die Vertreter dieser Lehre sind reine Philosophen, die oftmals den
Weg für die Wirklichkeit verlieren. Viele der jüngsten Denkanstöße
kommen aus dieser Richtung, nur die besten werden jedoch von den Snavs-Anhängern
aufgenommen; die meisten philosophischen Ansätze scheitern an Snavs.
Hierarchie
Oben in der Hierarchie stehen die Äbte und Hohepriester. Ihnen zur
Seite steht der Inquisitor, der wohl fanatischste Gläubige. Der Posten
des Inquisitors ist neu, er wurde nur auf Wunsch der Snavs-Bewegung eingerichtet.
In der Hierarchie folgen die Priester und die Novizen. Eine Sonderstellung
nehmen die Geweihten ein; diese sind in besonderem Maße von Lokus
gesegnet und meistens ein wenig verwirrt. Unten in der Hierarchie stehen
die normalen Anhänger und die Krieger. Eine etwas abgehobene Stellung
dabei besitzen die Tempelwächter, die sogenannten Arschlöcher.
Historie
Der Lokus-Kult ist sehr alt, jedoch war er selbst in der lange zurückgelegenen
Blütezeit sehr klein. In der heutigen Zeit umfasste selbst das größte
Kloster nur 30 Mönche; leider mußte es aufgegeben werden, weil
die Thaskarer den Wald eroberten, in dem die heilige Stätte des Glaubens
liegt.
Fähigkeiten
Als Novize beginnt man mit einer gründlichen Heil-Ausbildung.
Diese beruht natürlich zu einem großen Teil auf Urin-Behandlungen.
Mit der Heiler-Gilde gibt es normalerweise eine friedliche Koexistenz,
allerdings sehen die meisten Heiler die Methoden des Kultes als primitiv
an. Nur wenige Lokus-Anhänger sind in der Gilde.
Die Priester besitzen begrenzte magische Fähigkeiten: Sie können
einen Fluch des Durchfalls oder der Verstopfung verhängen, und selbiges
auch aufheben. Außerdem können sie wie alle anderen Priester
einen
Segen erteilen. Mittels des heiligen Symbols vermögen sie auch, wenn
ihr Willen stark genug ist, Untote und Wesen niederer Existenzen zu verbannen.
weiteres
Die Sprache des Glaubens wirkt auf den Ungläubigen etwas merkwürdig;
Scheiße und ähnlich gelagerte Worte werden als positiv gewertet.
"Du Scheißkerl" ist zum Beispiel ein großes Kompliment.
wichtige Charaktere
Zu den bekanntesten Anhängern des Glaubens gehören K.Wusch und
Lort Kakatos.
K.Wusch ist der ehemalige Abt des größten Klosters bei Stedlille-West.
Er gab den Befehl zur Räumung. Bis zum heutigen Tage ist dieser Befehl
umstritten, und K.Wusch scheint seitdem sehr niedergeschlagen zu sein.
Lort Kakatos ist der Inquisitor. Er war natürlich gegen die Räumung
des Klosters, und verkündet dieses häufig.
weitere Stichworte:
Heiliges Symbol Klobürste
Untote, Dämonen widernatürliche Wesen, denn sie
hinterlassen keine Exkremente. Untote und Dämonen müssen
vernichtet werden.
Diese Seite wurde geändert am 30.01.2001.