Conbericht DA2: Opfer der Flammen


Wenn Hainbuchenthal in Unterfranken für ein Wochenende der Mittelpunkt der
Larpcommunity am bayrischen Untermain ist, kann das nur eines bedeuten: die letzes
Jahr begonnene Kampagne "Düstere Ankünfte" der Sagenreiche-Orga wurde ein weiteres
Mal bespielt.

Knapp 35 SpielerInnen waren angetreten, um Hauptmann Starkenbach in die Wälder
der neu gegründeten Baronie Branden zu folgen, denn dort galt es Flüchlinge vor
marodierenden Söldnern zu beschützen und herauszufinden, wer hinter dieser Bedrohung für
das Land stand. Angelegt war das diesjähre DA-Wochenende auf die bedrohliche
Atmosphäre eines in der Fremde agierenden Spähtrupps. Weder durfte das Lager
von feindlichen Truppen noch von Wesen der Natur, die den AbenteurerInnen
keinesfalls immer freundlich gesonnen waren, entdeckt werden. Deshalb war behutsames
Ausrücken in die Wälder gefragt. Kleine Gruppen erkundeten immer wieder die Umgebung,
während im Lager ankommende Flüchtlinge medizinisch und durch die bespielte Feld-
Küche versorgt wurden.

Allerdings hatte Hauptmann Starkenbach einen schweren Stand: von Anfang an
opponierte ein Teil des Spähtrupps gegen das vorsichtige Vorgehen des Expeditions-
leiters und riss nach einigen Wortgefechten schließlich das Ruder an sich. Im Zuge
des Aufstandes gegen den Hauptmann musste das Lager aufgelöst werden, sodass ein Groß-
teil der brandischen Flüchtlinge seinem Schicksal überlassen blieb und die Mitglieder
der Expedition durch die Sümpfe Brandens in ein sicheres Basislager irren mussten.

Zu den Stärken der Con zählte sicher ihre dichte Atmosphäre. Während ambientige
Zelte, die zu großen Teilen aus der SpielerInnenschaft stammten, selbstgebaute
Barrikaden und das Schlange Stehen an der Essensausgabe Lagerstimmung aufkommen ließen,
entführten die stimmigen Kostüme mit Liebe zum Detail der NSCs in die mysthische
Feenwelt Brandens.
Schwierig wurde es nur dann, wenn den SpielerInnen ihre angespannte Lage im
brandischen Niemandsland nicht richtig vermittelt werden konnte. Nicht immer wurden
Plotstränge mit Witz und Phantasie, sondern mit Muskelstärke und Blatteigenschaften
gelöst, sodass einige Erzählungen seltsam abgekürzt wirkten.

Folgerichtig endete die Unternehmung zur Rettung der brandischen Flüchtlinge auch
bereits Samstag Nacht, als das Lager von feindlichem Truppen entdeckt wurde und die
ExpeditionsteilnehmerInnen entschieden abzureisen. Da aber Freitag und Samstag
üppig bespielt wurden, tat das der guten Laune kaum einen Abbruch.
Die Larp, die unter bestem Wetter und annehmbaren sanitären Bedingungen stattfand -
statt Dixis gab es Toiletten und Duschen in einer Hütte am Zeltplatz - schreit
aufgrund des turbulenten Schlusses geradezu nach einer Fortsetzung. Und obwohl es
noch ein Geheimnis ist, was das nächste Abenteur in Branden bringt, ob Magierkonvent,
Gerichtsverhandlung oder Grenzverteidigung; wer schon immer mal einen
echten Ent sehen wollte, ist auf den weiteren Cons aus der DA-Kampagne sicher
richtig aufgehoben.

pec.

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Diese Seite wurde geändert am 07.07.2008.