Fuerstprotektorat Phoenixthor
Lage
Phoenixthor umfasst einen ungefaehr zwanzig Meilen breiten und fuenfzig
Meilen langen Kuestenstreifen im ehemaligen Sued-Duesterthor an der Suedgrenze
von Lyrien.
Geographie
Mediterane Kuestenlandschaft, aufgeteilt in einen Markgrafschaft mit zwei
Baronien.
Herrschaftsform
Liberal-Aristokratische Wirtschaftsdiktatur:
Das Land gehoert der Phoenix-Company, einer privaten Handelsgesellschaft,
welche persoenliches Eigentum des Maharadschas von Rhye, der in dieser
Funktion den Titel Fuerstprotector fuehrt, ist. Dieser hat einen Markgrafen,
in Phoenixthor Marchese genannt, als offiziellen Repraesentanten eingesetzt.
Zwei Comtos verwalten die Reichsbaronie Cyana und die Krondomaene Montero,
die wiederum in Signorien aufgeteilt sind. De facto haben aber alle Siedlungen
ab einhundert Einwohner Stadtrechte und werden von einem Buergermeister
verwaltet, welcher ohne Ausnahme einer der neun Patrizierfamilie entstammt.
Es wird also im Land gemacht, was die Handelsherren wollen. Nur Entscheidungen,
welche der Phoenix-Company missfallen, werden rigoros untersagt.
Innenpolitik
Bis zum Spaetsommer des Jahres 78 nach Mithal gehoerte das Land offiziell
zum Fuerstentum Sued-Duesterthor, welches sich aber kaum fuer seine Kueste
interessierte und die Bevoelkerung groesstenteils sich selbst ueberliess.
Wegen der unhaltbaren Zustaende in Sued-Duesterthor marschierte das Koenigreich
Aturien dort ein. Die Phoenix-Company kaufte Aturien den schmalen Kuestenstreifen,
den man nun als Phoenixthor kennt, ab. In Gegensatz zum Rest des Landes
war es nicht schwierig Phoenixthor zu uebernehmen, da ein Abkommen mit
allen wichtigen Patrizierfamilien geschlossen werden konnte. Nur der ehemalige
Baron der Baronie Barsellowna wollte "seinen" Fuersten nicht "verraten".
Sein Nachbar und ewiger Konkurrent, der Patriarch der Familie Del Pietro
und Baron von Cyana, ist nun zum Reichsbaron ernannt worden und sein Bruder
regiert die Stadt Barsellowna als Stadtmeister. Die Baronie Barsellowna
wurde zur Krondomaene Montero umbenannt und wird nun von einem treuen
Gefolgsmann des Fuerstprotectors gefuehrt.
Die sonstige Innenpolitik Phoenixthors besteht zum groessten Teil aus
„gewaehren lassen„. Alle wichtigen Entscheidungen werden von den Patriziern
getroffen. Treffen diese schlechte Entscheidungen, werden sie von ihren
eigenen Leuten abgesetzt. Solange der Handel also floriert, geht es allen
gut und jeder ist selbst fuer seinen Aufstieg oder Fall verantwortlich,
denn jeder kann sich hocharbeiten und sogar Signore werden, auch wenn es
fuer Angehoerige des Volkes nahezu unmoeglich ist.
Aussenpolitik
Phoenixthor gehoert, wie gesagt, der Phoenix-Company, einer privaten Handelsgesellschaft,
die sich auf den Verkauf teurer, exquisiter Waren an den Hochadel der Mittellande
konzentriert hat. Zusammenarbeit mit den Nachbarn, vor allem Aturien, und
gute Beziehungen zu moeglichst vielen Reichen sind deshalb oberste Prioritaet.
Zu mitlerweile ueber zwanzig Reichen der Mittellande bestehen wirtschaftliche
und diplomatische Beziehungen.
Durch persoenliche Freundschaften bestimmte, besonders enge Beziehungen
bestehen zu Aturien, Beilstein und Zarorien.
Generell setzt man sehr viel auf Verhandlungen und Vertraege
und foerdert Wissenschaft und Handel.
Bevoelkerung
Phoenixthor ist ein sehr fruchtbares und dichtbesiedeltes Land mit mitlerweile
fast fuenfzehntausend Einwohnern. Schon die einzige Stadt Barsellowna ist
mit zehntausend Bewohnern groesser als die beilsteinsche Koenigsstadt Kormac.
Fast einhundert Prozent aller Einwohner sind Menschen, Orks haelt man
nur in Menagerien, Elfen und Zwerge soll es im Nachbarland Aturien geben,
einzig ungefaehr siebzig Hobbits, die hier nur Spoetter als "Halblinge"
bezeichnen, leben in einem Doerfchen mit Umland, aber sie sind nicht ohne
Einfluss (auf die Kueche). Alle Hobbits gehoeren der Familie Querco an.
Im den Haefen sieht dies haeufig etwas anders aus, denn auch zum Beispiel
elfische Schiffe besonders aus Pantagruel laufen das Land an.
Kultur
Generell kann man von einem, wie fuer viele Kuestenlandstriche typischen,
Konglomerat aus den verschiedensten Kulturen sprechen. Teilweise findet
man noch spaetmittelalterliche Fragmente, der groesste Teil des Landes
befindet sich aber schon im Barock. Das heisse Klima, die scharfen Speisen
und der frische Seewind fuehren zu dem sprichwoertlichen Temperament der
(aermeren) Bewohner. Der Adel und die Patrizier sind reich und zuweilen
dekadent. Orientalische Elemente sind gerade in letzter Zeit durch den
Fuerstprotector recht verbreitet. Fast die gesamte Bevoelkerung faehrt
zur See oder lebt von den Seeleuten und vom Handel, was sich auch
sehr auf Lebensweise und Goetterglaube auswirkt. Man ist sehr modern und
weltgewandt, beruft sich aber gerne auf uralte Traditionen, wenn es von
Vorteil ist.
So soll die Stadt Barsellowna deshalb so heissen, weil vor langer,
langer Zeit hochelfische Galleonen aus Pantagruel die Kueste anliefen und
die Einwohner, schon damals sehr geschaeftstuechtig, den Elfen in gebrochenem
Hochelfisch mitteilten "Bar sell low...Na!", womit sie ausdruecken wollten,
wenn ihr sofort und ohne viel zu ueberlegen kauft und verkauft, bekommt
ihr alles billiger. Auch in Phoenixthor selbst zweifelt man sehr an dieser
Geschichte, aber man hoert sie haeufig und sie sagt viel ueber die Bewohner
aus.
Religion
Generell herrscht Religionsfreiheit, jeder kann glauben, was er will, solange
er nicht die Interessen der Phoenix-Company oder der Patrizier verletzt,
dazu zaehlt in diesem Fall auch das Wohl der einzelnen Einwohner.
Fast alle Einwohner sind Polytheisten. Monotheismus stoesst in weiten
Teilen des Volkes auf strickte Ablehnung, da man schon des oefteren schlechte
Erfahrungen mit fanatischen Spinnern gemacht hat, die versuchten die Vielfalt
der Welt mit einem Gott und ihrem Schwert erklaeren zu koennen. Gerade
der Fuerstprotector selbst hatte in seiner Heimat schon schwer darunter
zu leiden, was dazu fuehrt, das inquisitorische Organisationen de
facto verboten sind.
Trotzdem pflegt man gute Beziehungen zu Lyrien, und man hat sogar mit
Lyrien und Allerland zusammen einen gemeinsamen Freihafen in der Muendung
des Grenzflusses Allero gegruendet.
Der Gott, den ueber siebzig Prozent der Bevoelkerung als ihren Hauptgott
ansehen, wird Avero, der Herr der Voegel genannt. Er ist der Gott der Reisenden,
Haendler, Abenteurer und Lebenskuenstler. Als Sohn der Liebesgoettin Lystra
hat sein oberster Priester, der „Paradiesvogel„, der nun sogar Stadtmeister
von Barsellowna ist, auch deren ungefaehr tausend Anhaenger hinter sich.
Mit den ungefaehr eintausendfuenfhundert Anhaengern des Meeresgottes
Hortos, dessen Hohepriester in Aturien residiert, gibt es zuweilen Meinungsverschiedenheiten.
Die Kleinstadt Santa Elida de Mare ist der Elida, einer Heiligen des Hortosglaubens
geweiht.
Angeblich fuenfhundert streng glaeubige Anhaenger des Vaters von Avero
Vulpeculo sollen in Phoenixthor leben, doch auch wenn es in jedem Averotempel
einem Schrein von ihm gibt, weiss man ueber diesen Gott der Heimlichkeit
und seine Anhaenger fast nichts.
Weitere in Phoenixthor verehrte Goetter sind Re', der Gott der Sonne,
des Goldes und des Gesetzes, dem die Stadt Bad Aureolo geweiht ist. Der
Strand dieser beim mittellaendischen (Geld-)Adel beliebten Kurstadt hat
eine goldene Farbe, da er aus Pyrit, dem sogenannten Katzengold besteht.
Auslaendische Neider behaupten deshalb, dass man diesem Volk nicht trauen
duerfe, wenn sogar das Gold vom "heiligen Strand falsch ist".
Terragaia, eine Goettin der Erde, des Lebens, des Getreides und der
Fruechte wird von kaum einhundert Bauern auf fast druidische Weise verehrt.
Nicht viel mehr Glaeubige hat die bevorzugte Goettin der einheimischen
Hobbits, Therma, welche fuer Waerme, Geborgenheit und gutes Essen steht,
und die angeblich auch fuer die geniale Funktion der nach ihr benannten
Kannen verantwortlich ist.
Geruechte wissen davon zu berichten, dass auch der "neue Adel"
der Phoenix-Company einer der vier Hauptgottheiten anhaengt, aber man weiss
nichts genaues. Sicher ist nur, dass Comto Enrico del Piedro, welchem die
Reichsbaronie Cyana gehoert, dem Avero anhaengt. Schliesslich stellt die
Familie seit nachweislich dreihundert Jahren den „Paradiesvogel„.
Waehrung
Einhundert Kupfer-Phoenix entsprechen zehn Silber-Phoenix oder einem Gold-Phoenix.
Da das Muenzrecht aber nur aus Prestigegruenden wahrgenommen wird, gibt
es davon recht wenig und man nimmt man eben, was man bekommen kann und
wiegt es nach dem Edelmetallwert ab.
Handel
Natuerlich wird der Handel durch die neue Regierung sehr gefoerdert. Eingefuehrt
wird vor allem Holz, da der Adel die wenigen Waelder zu Jagdzwecken unter
Schutz gestellt hat, sowie Erze und tierische Produkte von Wolle ueber
Leder bis zu Fleisch.
Im Lande hergestellt und ausgefuehrt werden Rotweine (der beruehmte
Echte Portwein der Familie Da Ponte, der Sardellamo der De Raphiosis und
die Weine der Familie De Baccho), Obstliquoere, Salz, Fisch, vor allem
Sardellen, Glaswaren der De la Sillicias und Schiffe. Das meiste Geld macht
man aber mit Zwischenhandel. Die Phoenix-Company, der das Land gehoert,
ist zwar die reichste, aber keineswegs die groesste Handelsgesellschaft
Phoenixtors. Die Patrizierfamilie Del Piedro handelt wegen ihrer guten
Beziehungen nach Aturien vor allem mit Getreide, anderen landwirtschaftlichen
Produkten und aturianischen Waren, waehrend die Familie Vetinario sich
auf den Suedhandel spezialisiert hat. Auch Dienstleistungen sind fuer Phoenixthor
eine wichtige Einnahmequelle. Bad Aureolo und Santa Elida de Mare wurden
als wichtige Pilger- und Erholungsziele schon genannt, aber auch gerade
Barsellowna ist mit grossem Hafen und ertraeglichen Liegegebueren fuer
grosse Schiffe sehr beliebt, da die Stadt viel zu bieten hat. Das Vergnuegungsviertel
ist "weltberuehmt" und umfasst quasi die gesamte Stadt. So sie es nicht
schon ist, wird die Stadt gefoerdert durch den Markgrafen gewiss zu der
Hochburg des Gluecksspiels in den Mittellanden werden. Im Stadtteil Eichingen
versucht die Familie Querco eine Speisegaststaette fuer jede Region der
bekannten Welt zu errichten. Und auch das Staedtchen Langstrand sieht rosa
Zeiten entgegen, da der Fuerstprotector gerade den Hafen, der der Stadt
vorgelagerten Insel, fuer die neue Generation von Hochseeschiffen ausbauen
laesst und einen festen Faehrbetrieb einrichten lassen will, um die ankommenden
Seeleute zu den wartenden Kurtisanen und Lustknaben nach Langstrand zu
bringen.
Zoll
Zoll wird eher maessig auf die meisten Handelsgueter erhoben, da ja auch
der Adel vom Handel lebt und der Fuerstprotector nach der Devise handelt,
dass Konkurrenz das Geschaeft belebt. Allerdings werden Waren, welche in
Konkurrenz zu den Waren einheimischer Haeuser stehen, von der Bevoelkerung
ungern gekauft oder von einheimischen Kleinhaendlem erst gar nicht angeboten,
denn alle wichtigen Personen, also alle, die Geld haben, arbeiten im Lande
(mehr oder weniger) Hand in Hand, die Schlachten um die Marktanteile werden
im Ausland geschlagen.
Steuern
Steuern sind im ganzen Land fuer die einfache Bevoelkerung recht gering,
da diese im Prinzip schon mit den Loehnen einbehalten werden. Bei allen
Gelegenheiten wo aber wirklich Geld fliesst, also bei allem, was unter
Handel erwaehnt wurde, kassiert die Obrigkeit recht gut, was allerdings
eher als eine Art Auszahlung von Dividenden betrieben wird. Dafuer kann
dann auch auf den Schutz und Einfluss der Patrizier, des Adels und vor
allem der Phoenix-Company zurueckgegriffen werden.
Gesetze
Gesetze sind in Phoenixthor in schriftlicher Form nicht, oder nur fuer
eine Stadt oder Signorie vorhanden. Generell gilt eine reine WiIlkuerherrschaft
der Buergermeister oder Signores. Da erstere aber wiedergewaehlt werden
wollen und auch letztere keinen Aerger mit den Landesherren haben wollen,
fallen die meisten Entscheidungen relativ „gerecht„, also zur Zufriedenheit
der einflussreicheren Partei, die manchmal nicht die reichere Fraktion,
sondern die mit mehr Freunden ist, aus. Letztes Wort in allen Angelegenheiten
hat immer der Fuerstprotector, der aber nur selten und dafuer oft um so
ueberraschender von seiner Macht Gebrauch macht.
Militaer
Phoenixthor besitzt de facto keine regulaeren Streitkraefte, die man als
Armee bezeichnen koennte. Der Fuerst in Sued-Duesterthor ignorierte seine
Kueste weitgehend, so dass sich die einzelnen Staedte und Patrizier selbst
um ihre Sicherheit kümmern mussten. Es gibt wohl ueber einhundert
groessere Schiffe wie Potten, Karavellen aber auch Koggen, Galleren und
Drachenboote, die Buergern Phoenixthors gehoeren. Diese sind fast ausschliesslich
mit Geschuetzen und Begleitsoldaten ausgestattet, aber weit verteilt und
weder geeignet, noch vor allem gewillt, als Kriegsschiffe benutzt
zu werden. Allerdings wuerden wohl die meisten Kapitaene bei einem Angriff
auf Phoenixthor ihr Schiff zur Verteidigung des Landes
zur Verfuegung stellen.
Gegen Angriffe von See sind aber auch die beiden Geschuetztuerme im
Hafen von Barsellowna, die Geschuetze von Draccoswacht und vor allem die
Klippenfestung Eternia sehr gut geeignet. Zwei kleine Castellos schuetzen
den Weg nach Aturien und die Grenze im Landesinneren nach Lyrien und ein
befestigtes Staedtchen bewacht das Gebiet der Familie del Piedro gegen
Uebergriffe aus dem Landesinneren (Aturianisches Protectorat
Thorlande). In den genannten Befestigungen stehen etwa achthundert Soldaten
unter Waffen und dem Befehl des Adels, dazu kommen noch ungefaehr sechshundert
Leibgardisten der Maechtigen und Stadtbuettel, sowie ueber eintausend Seesoldaten
vor allem der Phoenix-Company, so dass man fuenfzehn Prozent der Bevoelkerung
als hauptberufliche Soldaten im weitesten Sinne bezeichnen kann. Mindestens
die Haelfte der uebrigen Bevoelkerung hat schon einmal eine Keule oder
aehnliches zu Uebungs- und Wettkampfzwecken gefuehrt, ist aber nur als
"Landwehr„ zu gebrauchen. Die Phoenix-Garde, die der Fuerstprotector als
Elitegarde von einhundert Mann aufbauen liess, hat Anfang des Jahres 80
nach Mithal ihre volle Einsatzfaehigkeit erlangt. Grandadmiralissimo Dschahangir
Armaro Da Ponte versucht seit 78 nach Mithal etwas Ordnung in das Chaos
der kleinen Privatflotten zu bringen.
Alle Phoenixthorer Einheiten kaempfen mit leichten Klingenwaffen wie
Rapieren und Degen oder mit Stangenwaffen und Keulen, die Seesoldaten haeufig
auch mit Saebeln und alle ohne schwere Ruestung, die Garden zuweilen mit
Kuerassen. Neben Geschuetzen sind auch Armbrueste sehr beliebt, aber seit
vor kurzem ein junger, aufstrebender Alchimist nach Versuchen, eine neue,
voellig revolutionaere Waffe herzustellen, nur noch fragmental beigesetzt
werden konnte, liess man vollstaendig von weiteren Versuchen ab und besann
sich wieder mehr auf die gute alte Magie, der auch gleich eine neue Akademie
gestiftet wurde.
Alles in allem kann man sagen, dass Phoenixthor viel zu klein und ungeordnet
ist, um seine Nachbarn militaerisch zu bedrohen. Zu seinem eigenen Schutz
kann es sich aber vor allem auch auf seine Verbuendeten, die Koenigreiche
Aturien, Kaotien, Beilstein, und so weiter verlassen, deren Kriegsschiffe
gerne Barsellowna oder den neuen Hafen Port Francis anlaufen beziehungsweise
dort fest liegen.
Zeitrechnung
Generell rechnete man in Phoenixthor nach Sued-Duesterthorer Zeitrechnung,
wobei im Tagesgebrauch die Aturianische beliebter war. Daneben gab es noch
mindestens zehn andere Moeglichkeiten, so dass der Fuerstprotector, als
er das Land uebernahm, die Zeitrechnung nach Mithal, zur Zeit 81 nach Mithal,
fuer alle oeffentlichen Angelegenheiten einfuehrte, wie sie auch in Etraklin
und Beilstein sowie vielen anderen Reichen der Mittellande akzeptiert wird.
Flora und Fauna
Im Sueden des Landes ist die Vegetation durch das Muendungsdelta des Llanegro
sehr ueppig beziehungsweise sumpfig. Hier gedeiht vor allem Getreide und
Schilf. Man findet viele Kraniche, Reiher, Stoerche und Flamingos sowie
die beruehmten weissen Llanegroponys der Familie Elliadi, mit denen die
schwarzen Stiere getrieben werden, die wild im Sumpf leben. Auch der weiss-goldene
Llanegrofalke ist hier zu finden, der bei den Adelshoefen in den suedlichen
Mittellanden sehr beliebt und deshalb schon recht selten geworden ist.
Er gilt als heiliges Tier des Re'. Auf der grossen unbewohnten Klippe vor
Eternia wimmelt es nur so von Seevoegeln wie Albatrossen, Moewen und Seeschwalben.
Im Norden nach Lyrien hin ist das Land meist wesentlich trockener. Hier
findet man sehr viele Obstbaeume wie Mandeln, Aprikosen, Pflaumen, Pfirsichen,
Oliven und Pinien, sowie Gemuese wie Paprika, Tomaten, Melonen und Zucchinies
und natuerlich Erdbeeren. Vor allem Schafe und Ziegenherden werden hier
gehalten. Viele Singvoegel, Kaeuzchen, Spechte und die Elster, welche dem
Vulpeculo folgen soll, finden sich hier. In der Mitte des Landes bis in
den Nordwesten erstreckt sich eine Huegelkette, der Monte Avero. Diese
ist an der Kueste dicht mit Weinbergen bedeckt, die von Ginster und Stechpalmen
abgeloest werden, um dann in lichte bis dichte Waelder ueberzugehen. Auch
hier leben, wie im ganzen Land, viele Voegel. In den dichteren Waeldern
ist die Besiedlung noch sehr duenn, da dort schon seit Jahrhunderten der
Adel seine Jagdreviere hat. Hier haben sich noch der Averohirsch, ein kleinerer
Hirsch mit weissen Flecken, aber schlankem Geweih, und auch noch ein paar
wenige Baeren und Luchse gehalten. Graf Varik liess erst vor kurzem auf
dem ebenfalls Monte Avero genannten einzigen echten Berg Phoenixthors Beilsteiner
Wehrsteinboecke aussetzen, die sich gegen alle Erwartungen der Beilsteiner
praechtig entwickeln. Eine absolut einmalige Besonderheit der Monte Avero
Huegel, welche ihnen auch den Namen gab, sind die bisher nur dort beobachteten
Paradiesvoegel, die heiligen Tiere des Avero. Diese Voegel, welche von
Hummelgroesse bis zu Gaensegroesse alle Ausmasse haben koennen und immer
mit einem unbeschreiblich buntes Federkleid geschmueckt sind, scheinen
alle Einzeltiere zu sein, denn niemals wurden zwei gleichaussehende Exemplare
gesehen. Trotz der Verehrung, die ihnen entgegengebracht wird, sind sie
eine beliebte Jagdbeute, denn ihre Federn bringen enorme Preise ein. Zum
Glueck (fuer die Voegel) sind sie sehr scheu und man muss schon sehr viel
Glueck haben um eines der Tiere zu erwischen, was erstaunlicherweise viel
leichter gelingt, wenn man zuvor eine grosse Geldsumme im Tempel Averos
oder Vulpeculos gespendet hat. Beim Verkauf der Federn bekommt man dann
meist ungefaehr einen Tageslohn mehr heraus als man gespendet hat.
Klima
Wie bereits weiter oben beschrieben, ist das Klima in Phoenixthor meist
warm und trocken im Sommer, im Llanegrodelta oft sehr schwuel, und im Winter
etwas kuehler und weniger trocken. Vor allem im Monte Avero regnet es dann
des oefteren und auf dem Monte Avero schneit es sogar jedes Jahr.
Magie
Magie wirkt, wie auch jegliche Anrufungen irgendwelcher Goetter, genauso
wie in den meisten anderen Reichen der Mittellande. Generell gibt es in
Phoenixthor keine Druiden, aber Ausnahmen bestaetigen natuerlich die Regel.
Magie ist hier sehr hoch angesehen und wird von vielen Privatgelehrten
und an mittlerweile drei Magierakademien in Barsellowna (Academia Rabanus:
Allgemeinmagie, Heilung und Verwandlung), Eternia (Academia Arcana Da Ponte:
Kampf und vor allem Schutz) und seit kurzem einem dritten, geheimen Ort
gelehrt. Angeblich soll es sogar Hexen in Phoenixthor geben, aber alte
Frauen auf fliegenden Besen sind bisher nicht bekannt geworden. Interessant
ist, dass fast der gesamte "Hochadel" aus sehr faehigen Magiekundigen bestehen
soll.
Monster
Theoretisch kann man auch in Phoenixthor allem begegnen. Orks und Oger
koennten aus der Menagerie in Barsellowna ausbrechen, Zwerge aus einem
Fass fallen, welches von den Schiffen gebracht wird, aus den „undurchdringlichen„
Waeldern des Monte Avero koennten Drachen und Einhoerner das Land verwuesten
und eine Seeschlange im neuen Hafen von Port Francis ausgegraben werden.
Geistererscheinungen wurden allerdings sogar schon in Phoenixthor gesichtet
und fuer Daemonologen und Nekromanten duerfte es auch hier moeglich sein,
Unheil anzustiften. Sollte so etwas allerdings einmal passieren, kann man
mit seiner besten Waffe kontern. Geld! Denn wenn man die Schwarzmagier
damit schon nicht bestechen kann, so kann man immer noch irgendwelche Leute
bezahlen, die sowieso nicht besseres im Kopf haben als staendig die Welt
zu retten, und sie mit einer neuen Ruestung oder kostenlosem Besuch der
Attraktionen Barsellownas oder Langstrands auf die Probleme aufmerksam
machen.
Die Landkarte Phoenixthors
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Diese Seite wurde geändert am 06.04.2001.