Generalpraefectur Phoenixwater
Lage
Phoenixwater liegt genau an der Grenze zum Herzogtum Flandern im ehemaligen
Aredrok. Es hat eine Grenze zu Akronisch-Aredrok im Nordosten und zu Bretonisch-Aredrok
im Sueden und Suedosten.
Im Norden wird es auf ungefaehr fuenfunddreissig Meilen vom Meer begrenzt
und dehnt sich etwa genauso weit ins Hinterland aus.
Geographie
Nordische Kuestenlandschaft mit Wattenmeer, Salzwiesen und Suempfen, die
recht schnell ins Mittelgebirge im Sueden uebergeht.
Herrschaftsform
Phoenixwater ist eine Kolonie der Phoenix-Company, einer privaten Handelsgesellschaft,
welche persoenliches Eigentum des Maharadschas von Rhye, der in dieser
Funktion den Titel Fuerstprotector fuehrt, ist.
Der nominelle Status ist eine Generalpraefectur, die von einem Generalpraefect
verwaltet wird. Unter diesem stehen Governeure, welche die vier Provinzen
verwalten, die wiederum in Districte aufgeteilt sind und von Commandeuren
verwaltet werden.
Im Gegensatz zu Phoenixthor ist Phoenixwater ein echtes Militaerprotectorat.
Da es nach der Herrschaft Aradroks und dem anschliessenden Krieg keine
Einheimischen mehr gab und auch alle Befestigungen und Burgen zerstoert
waren, musste und muss die Phoenix-Company das Land erst einmal wieder
erschliessen, befestigen und besiedeln. Die Laisser-faire-Haltung, die
die Company in Phoenixthor betreibt, wird hier durch hohe Truppenpraesens
und Starke Hand ersetzt.
Innenpolitik
Das Gebiet des heutigen Phoenixwaters war ein von sehr nordisch angehauchten
Menschen bevoelkertes, rauhes Land. Die Einheimischen, welche mit den Soederlaendern
und Vinlaendern verwandt waren, lebten vor allem vom Meer. Man betrieb
Fischerei, Walfang und auch Piraterie, die vor allem das reiche Nachbarland
Flandern beeintraechtigte. Dort nannte man die Piraten „Friesen„. Im Hinterland
wurde auch Landwirtschaft in Form von Pferde-, Rinder- und Schafzucht betrieben.
Das Mittelgebirge im Sueden war seit ehedem wild, waldreich und duenn
besiedelt, allerdings durchaus mit einigen wehrhaften Burgen ausgestattet,
deren Besitzer vor allem als Raubritter und von den Erzen der Minen lebten.
Vor einigen Jahren wurde das Gebiet, wie auch die oestlich davon gelegenen
ungeordneten Landstriche zuerst schleichend unterwandert und dann vor ungefaehr
fuenf Jahre durch eine Invasionsarmee Aredroks zu dessen Brueckenkopf in
den Mittellanden gemacht.
Die Untoten Horden des Schwarzen Drachen toeteten oder vertrieben die
Bewohner, und als die Armee unter Fuehrung der Bretonen im Fruehjahr 79
nach Mithal die Horden Aredroks vom Festland der Mittellande vertrieb,
wurden auch die letzten versklavten Einheimischen von ihren Peinigern geopfert.
Das eroberte Land wurde unter den Bretonen und ihren Verbundeten wie
Akron aufgeteilt. Durch umfassende Handelsvertraege gelang es auch der
Phoenix-Company einen kleinen Teil des befreiten Landes vom Bretonischen
Reich zu erwerben.
Da die Phoenix-Company vor allem an der groessten Insel des Landes
interessiert ist, um dort einen stark befestigten Handelsstuetzpunkt im
Nordmeer zu errichten, hat sie die anderen Inseln und das Hinterland zu
betraechtlichen Teilen an befreundete Reiche und Personen verpachtet oder
verkauft, die das Land nun fuer ihre eigenen Zwecke nutzen koennen.
Zur Kontrolle des Landes und auch zu dessen Verteidigung wurden alte
Burgen wieder in Stand gesetzt und neue gebaut, in denen nun militaerische
Befehlshaber der Phoenix-Company mit ihren Truppen residieren. Fuer Wirtschaft
und Infrastruktur sind vor allem die Paechter der Laendereien zustaendig.
Wichtige Paechter sind Graf Sieghard von Zaro, der einen Grossteil des
Mittelgebirges zur Holz- und Erzgewinnung nutzen will, die Familie Schlitzer,
welche eine Insel gekauft hat, wo eine neue Heimat fuer die Bewohner des
untergegangenen Hohenflutens entstehen soll, sowie die Muschelmeer-Company,
welche der Familie Da Ponte aus Phoenixthor sowie Baron Neirolf von Neu-Schwarzenfels,
dem Generalpraefecten von Phoenixwater, gehoert und die von dem kleinen
Hafen Schwarzenport aus Muschelfischerei im grossen Stil betreibt.
Auch Freifrau Thamina von Thalgard aus Galladorn und Baron Magnus Handelsson,
der Handelsminister von Beilstein, haben sich Teile des Landes um den Hafen
Magno Porto zur Pferdezucht gesichert.
Aussenpolitik
Phoenixwater gehoert, wie gesagt, der Phoenix-Company, einer privaten Handelsgesellschaft,
die sich auf den Verkauf teurer, exquisiter Waren an den Hochadel der Mittellande
konzentriert hat. Zusammenarbeit mit den Nachbarlaendern Flandern und damit
Burgund auf der einen und dem Bretonischen Reich auf der anderen Seite,
sowie gute Beziehungen zu moeglichst vielen Reichen sind deshalb oberste
Prioritaet. Die Phoenix-Company besitzt in ueber dreissig Laendern der
Mittellande und angrenzenden Gebiete Kontore und in einigen Laendern sogar
eigenen Besitz wie Werften, und so weiter, sowie Anteile an weiteren Unternehmen
der verschiedensten Art.
Zu einigen Reichen bestehen persoenliche Freundschaften und man setzt
generell sehr viel auf Verhandlungen und Vertraege und foerdert Wissenschaft
und Handel.
Bevoelkerung
Obwohl die Boeden des Landes durchaus fruchtbar und ertragreich sein koennten,
ist Phoenixwater ein sehr duenn besiedeltes Land, da die urspruenglichen
Bewohner, `Friesen` genannt, weitestgehend von den Horden Aredroks vernichtet
wurden. Die Phoenix-Company ist durch Landverpachtungen und schenkungen
bemueht das Land wieder zu besiedeln. So kommt es, dass
sich die Bevoelkerung seit dem Kauf des Landes sehr erhoeht hat und weiter
erhoeht. Heute, im Jahre 81 nach Mithal hat das Land eine Einwohnerzahl
von knapp Zweitausend, von denen ueber fuenfundneunzig Prozent Menschen
sind. Diese stammen vor allem aus Phoenixthor, Zarorien und den Kuestenlaendern
im Umkreis, von wo auch ein Teil der urspruenglichen Bevoelkerung in seine
Heimat zurueckkehrt.
Elfen kommen als Passagiere der Schiffe und Handelspartner in die Hauptstadt
der Generalpraefectur Port Phoenix.
Vor allem dieser neue Hafen waechst schnell durch Seefahrer aus aller
Herren Laender, die hier viel leichter und unkontrollierter ihrem teilweise
etwas zwielichtigerem Handwerk nachgehen koennen, so das die Stadt schon
ueber eintausendzweihundert Einwohner hat.
Kultur
Da es keine einheimische Kultur mehr gibt und eine neue gerade erst im
Aufbau ist, kann man ohne Probleme von einem kulturlosen Land sprechen.
Allerdings beginnt sich schnell eine interessante Mischung aus Phoenixthorer
Hochkultur und barbarischer Kultur der ehemals einheimischen und jetzt
wieder zurueckkehrenden Friesen zu bilden. Darunter faellt zum Beispiel
die Sitte besonders starken Tee aus Phoenixthor mit Sahne der friesischen
Kuehe oder Rum der Seeleute sowie bretonischem Zucker zu trinken.
Die neuen Haeuser bilden ebenfalls eine Verbindung von steinernen Festungstuermen
und einheimischer Reeddachbauweise.
Die Burgen im Hinterland entsprechen weitestgehend der in den Mittellanden
verbreiteten Bauweise, wobei die Phoenixthorer Einwanderer diese gerne
ein wenig verschoenern.
In den Tavernen und auch sonst geht es recht rauh zu und man verehrt
vor allem Goetter, die mit der Seefahrt, dem Kampf und dem Tod zu tun haben.
Religion
Der Philosophie der Phoenix-Company folgend herrscht Religionsfreiheit,
jeder kann glauben, was er will, solange er nicht die Interessen der Phoenix-Company
verletzt, dazu zaehlt aber auch das Wohl der einzelnen Einwohner. Dunkle
Religionen werden demnach genauso wie fanatische Hexenjaeger nur so lange
geduldet, wie sie sich `zivilisiert` benehmen, was demzufolge meist zum
Landesverweis der genannten Gruppierungen fuehrt.
Obwohl es natuerlich Anhaenger fast aller verbreiteten Religionen gibt,
sind einige Religionen aus verschiedenen Gruenden stark auf dem Vormarsch.
Der Meeresgott Hortos, die Liebes- und Feiergoettin Lystra und vor
allem der Gott der Reisenden, Haendler, Abenteurer und Lebenskuenstler,
Avero, der Herr der Voegel und Hauptgott Phoenixthors werden durch das
Geld und den Einfluss der Phoenixthorer sehr gefoerdert und man hat diesen
Goettern bereit mehrere Tempel errichtet.
Auch der Diebesgott Vulpeculo soll von den Phoenixthorern nach Phoenixwater
gebracht worden sein und sich dort im Geheimen grosser Beliebtheit erfreuen.
Ausser der Familie Vetinario aus Phoenixthor verehrt wohl kaum jemand
Re`, den Gott der Sonne, des Goldes und des Gesetzes, doch wurde auch ihm
bereits ein Tempel geweiht und es gelang der Familie Vetinario sich das
Monopol auf den hier haeufigen Bernstein zu sichern, so dass auch Re` wohl
fest in Phoenixwater etabliert sein duerfte.
Bei den verschiedenen Goetter des Kampfes sowie der Erde konnte sich
noch kein eindeutiger Kult etablieren, wobei die verschiedenen Kulte von
Erdgoettinen sich wohl darueber verstaendigt haben, das alle Kulte zusammen
eine einzige Goettin verehren, die man hier nach phoenixthorer Vorbild
`Terragaia` nennt.
Wohl wegen der starke Praesens von Untoten und der allgemeinen und
staendigen Lebensgefahr in Phoenixwater ist die Verehrung des Todesgottes
hier im staerksten Wachstum begriffen. Man gebraucht die verschiedensten
Verehrungsriten um dem `Dunklen Bruder` zu huldigen und sich seinen Beistand
zu erbitten.
Waehrung
Einhundert Phoenix-Kupfer entsprechen zehn Phoenix-Silber oder einem
Phoenix-Gold, da es davon aber noch recht wenig gibt, nimmt man eben, was
man bekommen kann und wiegt es nach dem Edelmetallwert ab.
Handel
Da Phoenixwater eigentlich nur ein Handelsstuetzpunkt fuer die Company
im Norden werden sollte, legt diese vor allem Wert auf den Ausbau und die
Befestigung des Hafens Port Phoenix. Dieser dient der Company als Zwischenlager
fuer ihr umfangreiches Warenangebot.
Ansonsten werden in Phoenixwater vor allem Arbeitskraefte und Siedler
benoetigt. Alle edleren oder aufwendigeren Waren von Glas ueber Waffen,
Wein und Stoffe sowie Saatgut, Zuchttiere oder Werkzeug muss eingefuehrt
werden.
Bereits im Lande hergestellt beziehungsweise gewonnen werden Holz, welches
Werften der Phoenix-Company und der Familie De Raphiosi verarbeitet wird
und auch ausgefuehrt werden kann, verschiedene Erze, vor allem Kupfer,
Bernstein, der meist an der Kueste gesammelt wird, Schafe, die auf den
Salzwiesen an der Kueste grasen sowie Fisch und Muscheln der Muschelmeer-Company,
deren Flotte aber auch noch im Aufbau ist.
Die Suedprovinz ist an eine zarorisches Forst- und Mienengesellschaft
verpachtet, um den Hafen Magno Porto wird auf riesige Flaechen die Zucht
grosser, schwarzer Pferde betrieben, landeinwaerts baut die Familie Elliadi
aus Phoenixthor eine Rinderzucht auf und hat in den drei Haefen bereits
Tempel des von den Priestern der Familie geleiteten Hortoskultes errichtet.
Die Familie De Baccho betreibt bereits drei Freudenhaeuser in Port
Phoenix und moechte ihren Einfluss gerne vergroessern, die Familie Schlitzer
baut gerade eine grosse Naeherei, die Familie De la Sillicia errichtet
in den Duenen der Nordostkueste eine Glasmanufactura, Kalim von Sassenberg-Moracz
wird viele seiner heimatlosen Landsleute in Phoenixwater ansiedeln
und auch die Familie Rabanus hat bereits Land erworben, wo sie Wissenschaftliche
Forschungen betreibt.
Weitere Organisationen haben Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung
des Landes gezeigt.
Zoll
Auf Waren, die in Phoenixwater eingefuehrt werden, erhebt die Phoenix-Company
keinen Zoll. Waren, die das Land verlassen werden nach persoenlicher Absprache
mit den Leitern der vier Zollstationen bezollt, da in jedem Fall einzeln
die Bedeutung der Waren fuer die Entwicklung des Landes bestimmt werden
muss.
Steuern
Es gibt im ganzen Land keine Steuern fuer die einfache Bevoelkerung. Alle
Waren, die ausserhalb des Landes verbracht werden, unterliegen den Zollbestimmungen.
Gesetze
Wie in Phoenixthor sind auch in Phoenixwater Gesetze in schriftlicher Form
nicht, oder nur fuer eine Stadt oder einen District vorhanden. Generell
hat der Commandeur oder der Governeur die alleinige Rechtsgewalt. Gegen
jedes Urteil kann man bei hoeheren Stellen Widerspruch einlegen. Die letzte
Entscheidungsgewalt liegt beim Generalpraefecten.
Militaer
Die Phoenix-Company besitzt als Handelsgesellschaft keine Armee. Um ihre
Kontore und ihre Flotte zu schuetzten sind dort aber jeweils einige Gardisten
stationiert. Auch alle anderen Handelshauser oder Adelige, die Land in
Phoenixwatzer erworben oder gepachtet haben, schuetzten ihren Besitz durch
eigene Garden. In jedem der vier Haefen Phoenixwaters liegt mindestens
ein Draccar der Company, der mit dreissig wehrhaften Matrosen ausgestattet
ist.
Der Generalpraefect Baron Neirolf von Neu-Schwarzenfels unterhaelt
mit seiner Hausgarde, den Schwarzfuechsen ein weiteres groesseres Kontingent,
welches vor allem die Strassen und Zollstationen des Landes bewacht. Die
Flotten der befreundeten Reiche, die im Hafen von Port Phoenix liegen,
und die Garden der Patrizier erhoehen die zur Landesverteidigung zur Verfuegung
stehenden Truppen auf mehr als die Haelfte der derzeitigen Bevoelkerung.
Alle derzeitigen Siedlungen Phoenixwaters, der Hochseehafen Port Phoenix,
die kleinen Seehaefen Magno Porto und Schwarzenport, die nur mit flachen
Schiffen wie Draccaren und Kuttern angelaufen werden koennen, der Flusshafen
Dakshingarh und die Zollstation Akronapur sind mittlerweile mit schweren
Befestigungsanlagen und Geschuetzen versehen worden. Einzig die Festung
Dakshingarh ist, da sie auf den kaum beschaedigten Ruinen einer grossen
Burg errichtet wurde, fast fertiggestellt. Auch hier muss der Hafen jedoch
noch befestigt werden.
Die Bewaffnung und Ausruestung der verschiedenen Garden ist genauso
wie ihr Ausbildungsstand durchschnittlich bis sehr gut, aber sehr verschieden.
Die Draccarbesatzungen der Phoenix-Company tragen keine Ruestung oder
leichte Lederruestungen und vorzugsweise Saebel. Die Patriziergarden bevorzugen
Kuerasse, Hellebarden, Rapiere oder Degen und Armbrueste. Bei den Schwarzfuechse
findet man an Ruestungen und Bewaffnungen fast alles, und die Seesoldaten
der befreundeten Reiche tragen landestypische Waffen.
Die neuangesiedelte Bevoelkerung bevorzugt praktische und preiswerte
Waffen wie Aexte, Keulen, Speere und Boegen sowie Ruestungen aus Leder.
Zeitrechnung
Man rechnet in Phoenixwater nach Mithal, zur Zeit 81 nach Mithal wie es
auch in Etraklin, Beilstein, Phoenixthor und so weiter ueblich ist.
Flora und Fauna
Das rauhe Klima und die Herrschaft Aredroks hat Phoenixwaters Vegetation
und Tierwelt gepraegt.
Im Nordosten des Landes und auf den Inseln gedeihen vor allem
Duenenvegetation und Salzwiesen. Viele Kuestenvoegel wie Moewen, die Voegel
des Hortos, Seeschwalben, Enten, Strandlaeufer und andere Watvoegel leben
hier. Auch Seehund sind weit verbreite und werden genauso wie die immer
wieder in Kuestennaehe kommenden Wale gerne gejagt.
Auch an Fischen wie Heringen, Makrelen und Flundern sowie verschiedenen
Muscheln ist das Wat reich.
Nach Suedwesten gehen die Inseln dann langsam in Salzsuempfe und Moore
ueber, die viele fuer die Gelehrten interessante Tiere und Pflanzen wie
Torfmoose, Sonnentau, Froesche, Schlangen, Eidechsen, Kraniche, Reiher,
Stoerche und Taucher beherbergen, aber kaum passierbar sind und wirtschaftlichen
Nutzen nur durch die Jagd auf Enten, Gaense, Biber und Fischotter, deren
Fell sehr wertvoll ist, erlangen.
Weiter suedlich davon und im Osten des Landes trifft man auf guten,
frischen Boden, der fuer den Anbau von Getreide zwar wenig, jedoch fuer
die Zucht von Rindern, Schafen und Pferden hervorragend geeignet ist, was
man auch intensiv zu tun gedenkt. Vor allem der weisse Storch ist ein typisches
Tier dieser Landschaft.
Immer weiter nach Sueden wird das Land huegeliger und ist oft mit einer
wilden Heide bedeckt. Teilweise eignet sich das Land zum Bestellen der
Aecker, aber auch viele Moore finden sich hier. Der Birkhahn ist mit seiner
auffallenden Balz genauso charakteristisch wie der ueberall wachsende Wachholder.
Wirtschaftlich interessant sind aber beide kaum. Gluecklicherweise beginnt
hier aber bereits die Region des Hirsches, der edle Geweihe, gutes Leder
und viel Fleisch liefert.
Allmaehlich wird das Land nun immer huegeliger und waldreicher. Dicht
bewaldete und teilweise hohe und steile Berge bedecken den Sueden Phoenixwaters.
In den dunklen Eichen- und Buchenwaeldern, wohin weder die fruehere
Bevoelkerung noch die Horden Aredroks weit vorgedrungen sind, verbirgt
sich mancher truegerische Sumpf und manche tiefe Hoehle. Baeren, Woelfe,
Hirsche, Wildschweine und zwei Arten grosser wilder Stiere, die einen mit
langem, braunen, die anderen mit kurzen, schwarzen Fell, leben noch in
diesen Waeldern. Auch Adler soll es hier geben, aber wichtiger ist
das viele, gute Holz und die reichen Baustein- und Erzvorkommen, die es
abzubauen gilt.
Viele Raubvoegel leben in Phoenixwater, von Falken, ueber Bussarde
bis zu Weihen. In letzter Zeit soll es immer haeufiger vorkommen, dass
man solche mit buntestem Gefieder sieht. Diese „Gaukelweihen„ sollen heilige
Tiere des Avero sein.
Klima
In Phoenixwater herrscht ein recht rauhes Klima.
Das ganze Jahr ueber weht ein oft starker Wind vom Meer her und es
regnet fast jeden Tag. Im Winter faellt auch haeufig Schnee und die Flusse
und Kuesten sind vereist, so dass die Inseln ueber eine feste Eisschicht
mit dem Festland verbunden sind. Die Company hat extra ein Spezialschiff
namens `Eisbaer` in Zusammenarbeit mit den Familien De Baccho, Vetinario,
De Raphiosi und Elliadi bauen lassen, welches zumindest den Hafen Port
Phoenix befahrbar halten soll.
Magie
Phoenixwater ist kein besonders magisches Land, aber wie fast alle Laender
der Mittellande wird es von arkanen Kraftfaeden durchzogen, so dass Magie
hier genauso wirkt, wie in den meisten anderen Reichen der Mittellande.
Auch die verschiedenen Goetter haben wie ueberall unterschiedlich grosse
Macht, abhaengig von der Anzahl und Faehigkeit ihrer Glaeubigen.
Durch die voellige Vernichtung der ehemaligen Bevoelkerung und die
Neuansiedlung so vieler verschiedener Menschen, hat sich noch kein Druiden-
oder Hexenzirkel bilden koennen. Auch eine Magierakademie wurde bisher
nicht gegruendet.
Fest steht jedoch, dass mystische Orte sowohl was Natur- und Feenmagie
angeht, als auch was verfluchte und vor allem nekromantisch verseuchte
Orte angeht, in Phoenixwater ueberdurchschnittlich haeufig sind.
Es gibt Speculationen darueber, dass durch den schrecklichen Tod so
vieler Menschen und ihre Qualen, sowie durch die ungleichmaessige Nutzung
des arkanen Potentials, welches ueber Jahre hinweg fast ausschliesslich
zu nekromantischen Zwecken benutzt wurde, das arkane Gleichgewicht in den
Gebieten des ehemaligen Aredroks verschoben sein koennte. Was das jedoch
bedeuten wuerde und ob diese Theorie ueberhaupt zutrifft, weiss bisher
niemand.
Monster
Durch die Herrschaft Aredroks wurde nicht nur die menschliche Bevoelkerung,
sowie alle eventuell einmal existierenden Zwerge und Elfen ausgeloescht,
sondern auch alle Orks, Goblins, Trolle, Oger und so weiter.
Das fuehrt dazu, dass man sich in den Suempfen und Waeldern des Landes
zwar vor diesen Wesen recht sicher sein kann, aber an dunklen Stellen,
wie Hoehlen und dichten Tannenwaeldern auch am Tag, des naechtens aber
immer auf der Hut sein muss vor untotem Gezuecht. Es gibt in Phoenixwater
so viele Untote, dass man generell nur am Tage reist und die fuenf Siedlungen
des nachts mit doppelter Bewachung versehen sind.
Ein weiteres Problem sind Raeuber und Piratenbanden aus den Nachbarlaendern,
die sich je mehr die Untoten zurueckgedraengt werden in den Waeldern und
Suempfen des Landes niederlassen. Auch Goblinoide und andere Ungeheuer
wandern ueber die weiten offenen Grenzen wieder nach Phoenixwater ein.
In einigen Suempfen soll es grosse, gefaehrliche Sumpfechsen geben
und es ist nicht auszuschliessen, dass auch Dunkelelfen in den tiefsten
Hoehlen der Berge hausen. Von Zwergen hat man jedoch gluecklicherweise
noch nichts gehoert
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Diese Seite wurde geändert am 06.04.2001.