Umfrage 2001 Kampagne Mittellande

Beteiligte

26 Personen beteiligten sich an der Umfrage, die im Februar 2001 über Mailingliste und Webpage bekannt gemacht wurde und bis zum 31.5.2001 lief.  Von den Beteiligten waren 16 Veranstalter (davon 14 in Ländern der Mittellande). Von den 10 Nur-Spielern haben 2 keinen Mittellande-Charakter. Damit ist die Umfrage natürlich nicht repräsentativ. Das war auch nicht ihr Zweck. Der eigentliche Sinn war, einen Eindruck von der Meinung über die Kampagne zu gewinnen und vor allen Dingen ein paar Ideen zur Verbesserung der Kampagne zu bekommen. Eine Bewertung ist hier also nicht zu finden.

Ich möchte mich erst mal bei allen bedanken, die an der Umfrage teilgenommen haben. Ich hoffe, daß jeder erkennen kann, daß seine Antworten mit eingeflossen sind. Sonst habe ich nämlich etwas falsch gemacht ... Genauso habe ich versucht, meine eigene Meinung aus der Auswertung herauszulassen. Ich hoffe, daß mir das einigermaßen gelungen ist.

Es gab es nur wenige Unterschiede zwischen Spielern und Veranstaltern. Die Veranstalter gingen etwas mehr auf das Kampagnentreffen ein, aber das sollte nicht verwundern.

Zu einigen Punkten gibt es Anmerkungen wie z.B. wer den Punkt schon bearbeitet. Diese Anmerkungen sind gesondert gekennzeichnet.

Die Fragen

Die gestellten Fragen waren:
  1. Mein Bezugspunkt zur Kampagne (Spieler, Veranstalter; innerhalb/außerhalb)?
  2. Wie habe ICH von der Kampagne Mittellande erfahren?
  3. Welche Ziele hat meines Wissens die Kampagne? Welche sollte sie haben?
  4. Wie informiert die Kampagne die Spieler?
  5. Welche Vorteile bringt MIR die Kampagne? Was gefällt MIR an der Kampagne?
  6. Welche Nachteile bringt MIR die Kampagne? Was gefällt MIR nicht an der Kampagne?
  7. Wie ist die Außenwirkung der Kampagne? Was halten andere Spieler von der Kampagne?
  8. Wie könnte man die Informationen besser verteilen?
  9. Wie würde ich die Kampagne verbessern?
  10. Wie wirke ich als Spieler auf die Kampagne ein? Bei was würde ICH gerne direkt mitreden/mitentscheiden können? Wie?
  11. Was wünsche ICH MIR von den Mitgliedern der Kampagne?
  12. Möchte ich was anmerken?
Bei der Auswertung wird die Reihenfolge nicht ganz eingehalten.

Kampagne und Informationsmanagement

Wie haben die Befragten die Kampagne kennengelernt?

 Das größte Informationspotential steckt in der Mundpropaganda. Dementsprechend sind die meisten durch Freunde, durch den Eintritt in einen der beteiligten Vereine oder einfach durch andere Spieler auf CONs auf die Kampagne aufmerksam geworden. Nicht wenige haben über das Internet (Foren, Newsgroups, Mailinglisten und Web-Seiten) Zugang zur Kampagne gefunden. Einige wenige waren auch seit Anfang an dabei. ;-)

Was macht die Kampagne?

Die häufigsten Antworten gingen in die Richtung: weitere Antworten:

Was sollte die Kampagne machen?

Sie sollte natürlich auch alles machen, was unter Was macht die Kampagne? stand.

Strittige Punkte

Große Unterschiede bestehen in der Heftigkeit, inwieweit die Kampagne in die Länder und ihre Aktionen eingreifen sollte: genannt wurden Worte wie Kontrolle, Abgleichung, Koordinierung, Schiedsrichter, Kooperation oder Zusammenarbeit. Der hauptsächlich strittige Punkt ist dabei die Kriegsregel, dazu aber zum Abschluß mehr.

Wie informiert die Kampagne?

Interessant waren die Antworten auf die Frage: wie informiert die Kampagne? Über die Hälfte nannten die Mittellande-Homepage, einige auch Homepages von Mittellande-Teilnehmern. Die Vielzahl der Nennungen für die Homepage ist natürlich auch darin begründet, daß mindestens die Hälfte der Befragten das Formular auf der Mittellande-Homepage nutzten. :-) 5 Leute wurden hauptsächlich über ihren Verein informiert, 3 auf CONs oder von anderen Spielern. Nur 3 Leute nannten die “Länder der Mittellande”. Vereinzelte Nennungen waren: Larpinfo/-kalender/-welt (gerade beim LARP-Kalender werden Mittellande-CONs publik), Mailingliste, Sitzungsprotokolle. Zwei Veranstalter nannten das Mittellande-Treffen.

Neben Antworten zum Medium gab es natürlich auch Aussagen zur Qualität der Information. Dabei waren die Antworten sehr unterschiedlich, von “Mehr braucht sie doch gar nicht” bis “Schlecht.” Bemängelt wurde von 7 Leuten die fehlende Aktualität (einige Postillen-Beiträge sind über 3 Jahre alt).
“Es müssen halt alle mitarbeiten und es muss genug neue Informationen geben. Die Kampagne darf nicht nur aus Datensammlung und jährlichem Treffen (“Mein Land marschiert mit 30 Legionen in den Krieg, wir wachsen um 50%) bestehen.

Leute mit Internet-Zugang sind bei der Informationserlangung stark im Vorteil zu sein. Viele finden die Internetnutzung für ausreichend (“Seit umfangreicher Internetnutzung der Veranstalter und sämtlicher Mitglieder“). Vereinzelte Stimmen meinten, daß die Information im Web auch als einziges Medium reichen würde. Allerdings gibt es noch genügend Leute ohne oder mit unzureichendem Internet-Zugang.

Einige Veranstalter sehen auch eher eine Hol-Schuld der Spieler, wenn es um die Informationen geht.

Wie kann man die Kommunikation verbessern?

Die Frage 8 zielte natürlich darauf, Ideen für die Verbesserung zu sammeln. Diese sind vielleicht interessant für die AG Öffentlichkeitsarbeit. Zum Zeitpunkt der Auswertung wurden übrigens noch Mitglieder für die AG gesucht. Interessenten können einfach mal eine Mail an ml-oeffentlichkeitsarbeit@yahoogroups.com schicken. J

Im einzelnen kamen folgende Vorschläge:

Das ganze führt zu den Hauptfragen:

Welche Informationswege gibt es?
Bekannt sind: Webseite, Mailingliste, Foren und Newsgroups, Mitgliedsvereine, CON-Orgas, Mundpropaganda. Bei Fragen, die zwei oder mehrere Orgas angehen, scheint auch das Medium Email sehr beliebt zu sein. Gibt es weitere? Und das führt zu:

Welche Informationswege wollen wir nutzen und wie?
Eine sehr treffende Antwort auf die 4. Frage war:
“Hmm... schlecht, nur durch diese Homepage und durch Mailinglisten, sonst erfährt man als Spieler wenig direkt von der Kampagne. Obwohl es ja auch nicht allzuviel mitzuteilen gibt.”

Und eine ganz kurze Antwort:
“Welche Infos???” bringt uns zu
Über was wollen wir überhaupt informieren?

Wie wird die Kampagne gesehen?

Diese Frage löse ich ein bißchen aus dem Informationsmanagement-Zusammenhang heraus. Die Außenwirkung der Kampagne ist sehr unterschiedlich. Beispiele:
 “beeinflußt das Spiel positiv, nur vereinzelte “Nörgler” “
 “Es gibt keine große Außenwirkung. Sie ist quasi nicht existent.”

Viele Leute scheinen Angst vor Einmischungen in ihr Spiel zu haben, sowohl Spieler als auch Orgas. Wenn man mit der Frage nach den Vor- und Nachteilen vergleicht, scheint dabei die Angst größer zu sein als das bisher erlebte auf und zwischen CONs.

Auch haben viele das Gefühl, daß das Reichsverwaltertreffen die jährliche Sitzung des Vereins für Profilneurotiker ist. Es stört, daß Leute sich für Elite halten, weil sie in der Kampagne sind. Es stört aber auch, daß Veranstalter oder Spieler bestimmter Reiche sich für Eliten halten und sich wie solche benehmen.

Was auch sehr stark rüberkommt, ist Bürokratie und Zähflüssigkeit.

Aber was schönes:  es sehen auch Leute die Bereicherung ihres Spieles. J

Drei interessante Anmerkungen:

Was bringt die Kampagne im einzelnen für Vor- und Nachteile?

Hier werden vor allem die Fragen 5 und 6 beantwortet.

Vorteile:

Nachteile:

Die Kampagne dient einigen Veranstaltern, aber auch Spielern, um ihre Profilneurosen zur Blüte zu bringen.
Dieser Punkt wurde interessanterweise von vielen Leuten vorgebracht. Allerdings merkten auch einige an, daß das ein ganz normales Problem gerade in LARP-Reihen an (bis hin zu: “Diese Tendenz haben aber auch meine Mitorgas.”)

Streitpunkte:

Es gibt drei Punkte, zu denen sich viele geäußert haben, bei denen aber keine Übereinstimmung herrschte.

Ideen

Die Fragen 9-12 waren vor allen Dingen als Ideensammlung gedacht, wie man die Kampagne verbessern kann. Forderungen nach gutem Rollenspiel und ähnlichem habe ich mal weggelassen. Falls jemand eine Idee hat, wie die Kampagne qualitativ auf das Rollenspiel einwirken kann ...
 
Generelle Forderungen waren Konkrete Ideen: Ein Spieler schrieb: „Ich würde wirklich gern mal aus allen Infos der Länder die frühgeschichtlichen Daten rausziehen und die Frühgeschichte der Mittellande schreiben.... aber dazu bräuchte ich wohl Veranstalterinfos.“ [Anmerkung: Frag einfach mal die einzelnen Veranstaltern nach Infos, viele werden dir hoffentlich welche geben.]
 
Die Frage zur Mitbestimmung der Kampagne durch Spieler wurde übrigens selten oder abschlägig beantwortet: viele Spieler wollen gar nicht großartig mitbestimmen. Sie wollen nur, daß ihr Spielaktionen nicht von Orgas nachträglich kaputtgemacht werden, und das sie nicht durch Leute gegängelt werden, die gerade den Großfürsten von Hapudistan spielen.

Fazit

  1. Wir brauchen tatsächlich mal eine Arbeitsgruppe, die sich um das Thema Öffentlichkeitsarbeit kümmert und mindestens schon mehrere Vorgehensweisen andenkt. Dabei könnte das Kapitel Wie informiert die Kampagne? hilfreich sein.
  2. Die Meinung über die Kampagne scheint zumindest nicht schlechter geworden zu sein als sie es bei der ersten Umfrage war.
  3. Ein absolut störender Punkt für viele sind die „Profilneurosen“ anderer Veranstalter. Dabei sollte nicht nur jeder auf sich selbst achten, sondern auch mal versuchen, andere zu bremsen. Wenn Leute sich outtime als Elite aufspielen und ihrem Ego freien Lauf lassen, dann fällt das leider auf die gesamte Kampagne zurück.
  4. Ein Punkt fällt besonders auf: das Größenwachstum von Ländern auf den Mittellande-Treffen produziert sehr viel Unmut. Dazu kamen Anmerkungen von 11 Leuten  (interessanterweise bei 4 verschiedenen Fragen). In diesen Punkt spielen Expansionen weiße Flecken ebenso wie in andere Reiche rein. Das führt dann zu der von der AG Expansionen zu findenden Kriegsregel. Die meisten Äußerungen gingen dabei eher in die Richtung „keine/wenig Einmischung in fremde Länder“.
  5. Zu 3 und 4 passend wünscht sich ein Befragter „Die Erkenntnis, das diese "Reiche" auf der Kampagnenkarte nur ein paar Striche in einer Zeichnung sind.“
Hauptsächlich ist die generelle Frage nach dem Umgang miteinander. Passenderweise ein Zitat:
"Die Kampagne ist eine gemeinschaftliche Einrichtung, (m)eine einzelne Meinung wäre da nicht weiter von Belang, sondern viel mehr das was fur die Mehrheit das beste und fur den Rest zumindest akzeptabel ist."

Zu klären ist: Wieweit brauchen wir Regeln, wieweit müssen wir Streitthemen nicht eher gemeinsam versuchen zu behandeln? Einige wünschen sich mehr Regeln für das Spiel miteinander, andere fürchten eine Beschränkung ihres Spieles dadurch.
 

Der Abschluß

Weitergeben möchte ich natürlich die Stimmen derer, die sich bei allen bedanken, die Arbeit in die Kampagne steckten oder stecken.

Und als absoluten Abschluß kann ich mich nur häufigen Nennungen in Frage 11 und 12 anschließen:
Schönes Zusammenspiel!

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Diese Seite wurde geändert am 15.07.2001.